Projekt Beschreibung

05.08.2019

Hausanbau aus HolzHausanbau aus Holz

Es gibt Situationen, da muss man Bauherren auch einfach mal von falschen Denkrichtungen weglocken und dabei stur bleiben. Im konkreten Falle war angedacht, die nächste Generation wieder ins elterliche Wohnumfeld zu integrieren. Üblicher Weise ist dies immer mit Umbauten am Bestand verbunden, da die „ehemaligen“ Kinder ja meist eine ganze Familie mitbringen, die dann eben auch Platz benötigt. Erster Denkansatz von allen Beteiligten war, den vorhandenen Spitzboden des Hauses hierfür herzurichten. Ein wahrhaft nicht so guter Denkansatz, da dieser die notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich Zugang, Raumhöhen und Wärmedämmung etc. nicht bereithielt. Was tun?

Nun, wie immer besser Vordenken als Nachdenken, flott mehrere Entwurfsskizzen gefertigt, welche eine klare Alternative zu der ursprünglichen Idee der Eigentümer darstellten und diese mit viel Überzeugungsarbeit präsentiert. Wir schlugen vor, das Obergeschoss um einen zusätzlichen Raum zu erweitern und damit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Einerseits würde die Wohnung im OG um einen sehr schönen Raum auf der Südseite des Hauses erweitert werden und die Bewohner des Erdgeschosses bekommen als „Abfallprodukt“ eine ansprechend große und sehr wirksame Terrassenüberdachung. Das nervige Aufklappen des Sonnenschirmes entfällt somit zukünftig, man kann auch bei Niederschlägen entspannt im Außenbereich die grüne Umgebung genießen und die Gartenmöbel bleiben immer trocken.

Nach einer gewissen Bedenkzeit wurde unsere Idee als „gar nicht so schlecht“ eingestuft und die Planung beauftragt. Unser Architekten-Kooperationspartner hat die Genehmigungsunterlagen flott zusammenstellen können, so dass bereits nach der üblichen Bearbeitungszeit beim Amt der grüne Stempel vorlag. Wie immer wurde schnell losgelegt, die Fundamente hergestellt und die Stahlstützkonstruktion montiert. Während diese Bauteile sich mit Ihrer neuen Umgebung „anfreundeten“ und der Beton seine 28 Tage zum Aushärten gewährt bekam, fertigten wir alle notwendigen Bauteile in unserer Produktionshalle vor, so dass die Rohbaukonstruktion dann binnen 2 Tagen regendicht montiert werden konnte. Die weiteren Arbeiten erfolgten dann ebenfalls weitestgehend flott hintereinander weg, so dass die Gebäudehülle den Auftraggebern zur Ausführung der Eigenleistungen im Innenbereich binnen weniger Tage übergeben werden konnte.

Die Fassadenverkleidung benötigte dann noch etwas mehr Zeit, da die Obrigkeit im Zuge des Genehmigungsverfahrens die ursprünglich geplante Farbe der Fassadenverkleidung abgelehnt hatte und der nun vorgegebene Farbton nicht schnell verfügbar war. Gut Ding will manchmal eben wirklich Weile haben, im Ergebnis passt der Farbton jedoch recht gut zum Bestand und die Auftraggeber sind vom Ergebnis umfassend begeistert. Man musste sogar zugeben, dass man froh ist, unserer Idee gefolgt zu sein. Ein schöneres Kompliment kann es doch zum Abnahmetermin kaum geben… Falls auch Sie an „Platznot“ leiden, Ihr Grundstück nicht groß, dafür aber hoch ist und Sie noch keine so rechte Idee haben, was man da alles machen kann, sprechen Sie uns einfach an. Wir haben garantiert eine Idee.